Allgemeine Geschäftsbedingungen
der Kanzlei Gerald Pfeiffer und Widerrufsbelehrung
(samt Widerrufsformular)
(1) (2) (3) (4) 1. Geltungsbereich
Die nachstehenden allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“ genannt) gelten für den
Beratungsvertrag zwischen der Kanzlei Rechtsanwalt Gerald Pfeiffer (nachfolgend „Anwalt“ genannt) und
dem Vertragspartner oder den Vertragspartnern (nachfolgend einheitlich „Auftraggeber“ genannt).
2. Vertragsschluss und elektronische Signatur
Verträge zwischen den Parteien können schriftlich oder in elektronischer Form geschlossen werden.
Die Parteien vereinbaren, dass elektronische Signaturen im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 910/2014
(eIDAS-VO) als zulässige Form des Vertragsschlusses anerkannt werden.
Hierzu zählen insbesondere:
a) die Standard Electronic Signature (SES), welche als Nachweis der Zustimmung gilt,
b) die Advanced Electronic Signature (EES) mit Zertifikat, welche eine eindeutige Zuordnung zur
unterzeichnenden Person ermöglicht und eine erhöhte Beweiskraft entfaltet,
c) die Qualifizierte elektronische Signatur (QES), welche gemäß § 126a BGB der Schriftform
gleichgestellt ist und volle Rechtsverbindlichkeit entfaltet.
Der Vertragspartner erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, dass SES, EES und QES als
rechtsverbindlicher Nachweis für den Abschluss des Vertrages gelten.
Gesetzlich vorgeschriebene besondere Formvorschriften (z. B. notarielle Beurkundung) bleiben
hiervon unberührt.
3. Gegenstand der Leistung
Die Leistungen des Anwalts nach § 1 des Beratungsvertrages umfassen im Einzelnen nach erteilter
Anwaltsvollmacht:
- die Erteilung schriftlicher und (fern)mündlicher Auskünfte;
- die Führung außergerichtlicher Beratungs-, Verhandlungs- und Vergleichsgespräche mit dem
Auftraggeber und mit Dritten, insbesondere mit Gläubigern des Auftraggebers;
- die Führung außergerichtlicher Korrespondenz;
- die Sichtung und Ordnung der vom Auftraggeber zur Schuldenberatung vorgelegten Unterlagen;
- die Feststellung der Gesamtverbindlichkeiten des Auftraggebers;
- die Feststellung der monatlich verfügbaren Beträge des Auftraggebers zur Schuldenrückführung;
- die Erstellung eines Zahlungsplans nach erfolgreichem Abschluss der Vergleichsverhandlungen;
- die Abrechnung bezüglich der eingezahlten Beträge sowie deren Verwendung sowie die
Endabrechnung der Angelegenheit am Ende der Schuldensanierung.
Sofern ein Rechtsmittel oder aber ein Rechtsbehelf eingelegt werden soll, oder die Mitwirkung und Vertretung
im gerichtlichen Verfahren benötigt wird, bedarf es hierfür eines gesonderten Auftrages; dieser wiederum wird
nach den gesetzlichen Gebühren gesondert abgerechnet; auch insbesondere dann, wenn die Verfahren
schon begonnen haben.
4. Umfang und Ausführung des Auftrages
- Der Anwalt ist durchaus berechtigt, sich zur Durchführung der Aufträge sachverständiger Personen
zu bedienen, wobei die Aufträge nach den Grundsätzen gewissenhafter Berufsausübung ausgeführt
werden. Als Gegenstand aller dem Anwalt erteilten Aufträge gilt die vereinbarte Leistung, kein
bestimmter Erfolg, auch nach Abschluss des Beratungsvertrages.
- In der rechtlichen Beratung ist keine steuerliche Beratung enthalten.
1- Sofern in der Beratung ausländisches Recht berücksichtigt werden soll, wird eine ausdrückliche
schriftliche Vereinbarung im Einzelfall benötigt.
- Wann und wo der Anwalt die vereinbarte Beratungsleistung erbringt, steht ihm frei.
5. Kommunikation und Vertraulichkeit
Durch Bekanntgabe der E-Mail-Adresse des Auftraggebers erklärt dieser sich gleichzeitig damit
einverstanden, dass Informationen auch über diesen Weg der Kommunikation ausgetauscht werden dürfen.
Der Anwalt ist hier insbesondere vorbehaltlich einer anderweitigen Weisung durch den Auftraggeber
berechtigt, diesen über alle für den Fortgang der Sache wesentlichen Vorgänge und Maßnahmen (§ 11
BORA) per E-Mail an diese E-Mail-Adresse zu unterrichten.
Die dem Auftraggeber zur Kenntnis zu gebenden Schriftstücke werden vorzugsweise als PDF-Datei
übersandt.
Der Anwalt kommt durch die Übermittlung der Informationen auf diesem Wege seinen Informationspflichten
nach; Informationen können unverschlüsselt per E-Mail übersandt werden, soweit die Kommunikation mit
dem Auftraggeber insgesamt per E-Mail erfolgt.
Durch die Nutzung dieses Weges wird hiermit ausdrücklich darauf hingewiesen, dass hierbei die
Vertraulichkeit nicht gewährleistet werden kann.
Sofern der Auftraggeber dies wünscht, werden die Unterlagen per Post übersandt.
6. Pflichten des Auftraggebers
Innerhalb des Mandatsverhältnisses besteht eine entsprechende Mitwirkungspflicht.
Der Anwalt muss vom Auftraggeber ordnungsgemäß über alle mit dem Mandat zusammenhängenden
Tatsachen umfassend und wahrheitsgemäß informiert werden; sämtliche mit dem Auftrag im Zusammenhang
stehenden Unterlagen und Daten müssen in geordneter Form übermittelt werden.
Unterlagen und Informationen, die überlassen bzw. erteilt werden müssen, sind u.a.:
- Korrespondenz mit Gläubigern, Kauf- und Abzahlungsverträge, Rechnungen, Urkunden usw.,
welche für die Beratung von Bedeutung sind (Kopie ist ausreichend)
- Vermögensaufstellung in vollständiger Form
- aktuelle Einkommensnachweise
- Titel (Urteile, Abtretungsurkunden)
- Pfändungen / Abtretungen / Sicherungsübereignungen
- Änderungen in den persönlichen Lebensverhältnissen (z. B. finanziell durch Arbeitsplatzwechsel
oder Verlust des Arbeitsplatzes, Wohnortwechsel, neue unterhaltsberechtigte Personen, Krankheit
von mehr als 6 Wochen)
Eine Kontaktaufnahme mit Gläubigern, Gerichten, Behörden und sonstigen Beteiligten erfolgt ausschließlich
in Abstimmung mit dem Anwalt während der Dauer des Mandats.
Sofern der Auftraggeber über einen längeren Zeitraum abwesend ist, ist dies dem Anwalt mitzuteilen; gleiches
gilt bei etwaiger Änderung der persönlichen Daten des Auftraggebers (Anschrift, E-Mail-Adresse,
Telefonnummer, etc.)
Der Auftraggeber hat die ihm vom Anwalt übermittelten Schriftstücke sorgfältig auf deren Richtigkeit und
Vollständigkeit zu prüfen und den Anwalt ggf. auf Fehler, wie z. B. Unrichtigkeiten und Unvollständigkeiten in
den Schriftstücken, hinzuweisen.
7. Berufliche Äußerungen
Nur die schriftliche Darstellung der Ergebnisse der Tätigkeit des Anwalts ist maßgeblich.
Die Verwendung beruflicher Äußerungen des Anwaltes zu Werbezwecken ist unzulässig. Es bedarf vorab der
Zustimmung des Anwaltes, sofern berufliche Äußerungen oder Schriftstücke dessen an Dritte weitergegeben
2werden sollen, beispielsweise Schuldenbereinigungspläne, soweit sich nicht bereits aus dem Auftragsinhalt
die Einwilligung zur Weitergabe an einen bestimmten Dritten ergibt.
8. Haftungsbegrenzung
Sofern die Haftung des Anwalts nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht, wird diese im Einzelfall
auf 1.000.000,00 € beschränkt, wenn der Anwalt den nach § 52 Abs. 1 Nr. 2 der Bundesrechtsanwaltsordnung
(BRAO) vorausgesetzten Versicherungsschutz unterhält; dieser ist auf Verlangen des Auftraggebers vom
Anwalt nachzuweisen.
9. Schweigepflicht, Verwahrungspflicht, Datenschutz
Sofern der Anwalt von seinem Auftraggeber nicht von der Schweigepflicht entbunden wird, ist der Anwalt nach
Maßgabe der Gesetze verpflichtet, über alle Tatsachen, die ihm im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit für
den Auftraggeber bekannt werden, Stillschweigen zu wahren. Unterlagen sowie schriftliche Äußerungen über
Ergebnisse seiner Tätigkeit dürfen durch den Anwalt an Dritte nur nach Zustimmung des Auftraggebers
ausgehändigt werden.
Dem Auftraggeber ist bekannt, dass sich der Anwalt zur Verarbeitung der ihm im Rahmen dieser Vereinbarung
bekannt gewordenen Daten des Auftraggebers, insbesondere der Auflistung aller Schulden und Gläubiger,
sowie zur Durchführung der im Rahmen dieses Vertrages anfallenden technischen Verwaltungsaufgaben
eines auf diese Aufgaben spezialisierten Unternehmens bedienen kann.
10. Schlussbestimmungen
Es gilt die jeweils zum Zeitpunkt des jeweiligen Beratungsauftrages gültige Fassung dieser AGB, es sei denn,
der Auftraggeber hat den Änderungen in den AGB in einem laufenden Beratungsverhältnis wenigstens in
Textform zugestimmt.
Der Kanzleisitz des Anwaltes ist der Erfüllungsort für die Aufträge, für diese sowie deren Durchführung und
sich hieraus ergebenden Ansprüche gilt nur deutsches Recht.
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden oder die AGB eine Lücke enthalten, so
bleibt die Rechtswirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt.
Anstelle von unwirksamen Bestimmungen gilt eine wirksame Bestimmung als vereinbart, die dem von den
Parteien Gewollten wirtschaftlich am nächsten kommt; das Gleiche gilt im Falle einer Lücke.
Sollten Einwendungen des Auftraggebers gegen die vom Anwalt berechnete Vergütung bestehen, so sind
diese spätestens binnen zwei Wochen seit Zugang der jeweiligen Abrechnungen schriftlich gegenüber dem
Anwalt vorzubringen. Sofern die vorgenannte Frist abgelaufen ist, braucht der Anwalt die vorgebrachten
Einwendungen nicht mehr gegen sich gelten lassen; die Abrechnung gilt als anerkannt.
Widerrufsbelehrung
Verbrauchern steht ein Widerrufsrecht nach folgender Maßgabe zu, wobei ein Verbraucher jede natürliche
Person ist, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, welches überwiegend weder ihrer gewerblichen
noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden kann:
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Kanzlei Rechtsanwalt Gerald Pfeiffer, Niederlassung
Göttingen, Kasseler Landstraße 44a, 37081 Göttingen, Telefonnummer: +49 551 270 757 27, oder per E-Mail
an kontakt@schuldnerberatung-pfeiffer.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post
versandter Brief oder E-Mail, etc.) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren.
Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
3Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts
vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben,
einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie
eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben),
unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über
Ihren Widerruf dieses Vertrages bei uns eingegangen ist.
Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion
eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden
Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns
einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der
Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen
im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Ausschluss bzw. vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts
Das Widerrufsrecht erlischt vorzeitig, wenn wir die Dienstleistung vollständig erbracht haben und wir mit der
Ausführung der Dienstleistung erst begonnen haben, nachdem Sie dazu Ihre ausdrückliche Zustimmung
gegeben haben und gleichzeitig Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie Ihr Widerrufsrecht bei
vollständiger Vertragserfüllung durch uns verlieren.
Widerrufsformular
Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden es zurück.
An Kanzlei RA Gerald Pfeiffer
Niederlassung Göttingen
Kasseler Landstraße 44a
37081 Göttingen
Deutschland
Telefonnummer: +49 551 270 757 27
E-Mail: kontakt@schuldnerberatung-pfeiffer.de
Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der
folgenden Dienstleistung (*)
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Bestellt am (*) ____________ / erhalten am (*) ________________
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Name des/der Verbraucher(s)
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Anschrift des/der Verbraucher(s)
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Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)
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Datum (*) Unzutreffendes streichen
